Qingyin - Garten der Schönen Melodie

Der Chinesische Garten Stuttgart ist eine Aussichtsanlage auf der Halbhöhe mit Blick über den Talkessel der Kernstadt. Er ist Eigentum des Verschönerungsvereins Stuttgart e. V.. Der Garten steht den Bürgern und Besuchern der Stadt täglich zur kostenlosen Benutzung zur Verfügung. 

Klassische chinesische Gärten sind Welten im kleinen Maßstab, Mikrokosmen mit den Elementen der Schöpfung: Steinschichtungen stellen Gebirge dar, Teiche oder Seen entsprechen den Meeren, Gartenpflanzen der natürlichen Vegetation. Diese Nachschöpfung der Landschaft soll dem Besucher die Natur und deren Schönheiten zeigen.

Im Garten soll das Wesen der Welt erfahrbar werden, der zyklische Ablauf im Kosmos, das Aufgehen und Vergehen, Frühling und Herbst und die Welt mit ihren vielfältigen Gegensätzen wie Leben und Tod, hart und weich, Steinen und Wasser. Das alles symbolisiert das kieselsteingepflasterte Yin und Yang-Symbol am Garteneingang. Die umschließende Gartenmauer trennt diese ideale Welt von der realen Außenwelt.

Halle der Freundschaft
Pavillon im Herbst
Winter im Chinagarten
Luftaufnahme
Außenansicht mit Eingangsportal

Mit den hochgezogenen Dachenden der Gebäude, der leichten Architektur und den kunstvollen Detailausbildungen stellt der Garten der schönen Melodie einen typisch südchinesischen Garten dar. Der Name entstammt einem alten chinesischen Gedicht, nach dem nicht nur Flöte und Laute, sondern auch Berg und Wasser eine schöne Melodie ergeben.

Ein Wasserfall über Felsschichtungen hinweg übersetzt diese Poesie in die Wirklichkeit. Gebäude, bildhafte Szenerien und Gedichttexte mit chinesischen Schriftzeichen verdeutlichen, dass die Gartenkunst Chinas ein Gesamtkunstwerk von Architektur, Malerei, Dichtung und Schönschreibkunst (Kalligraphie) ist.

Damit sich alle noch lange an dem schönen Anblick erfreuen können, erklärt sich jeder Besucher beim Betreten mit der » Gartenordnung einverstanden, die an einer Tafel am Eingang nicht zu übersehen ist. Erfahren Sie mehr über den Garten auf den folgenden Seiten und aus zwei » chinesischen Publikationen.